Wie funktioniert das therapeutische Puppenspiel?


Für das therapeutische Puppenspiel wählt sich das Kind die Puppen selbst aus, ebenso die Requisiten. Auch die Gestaltung der Bühne wird geformt durch die momentanen Bedürfnisse des Kindes. Während des gesamten Stücks ist das Kind der Regisseur. Der Therapeut fragt, wen er spielen soll, wie die Stimme der gewählten Puppe sein soll, und setzt gegebenenfalls Impulse.

Die Puppen stehen meist für Archetypen, in die das Kind eintaucht, spontan – intuitiv, durch seine aktuelle Situation geleitet.

Durch eine einfache Technik, ist es dem Kind möglich seine eigene Puppe zu modellieren, welches ein großes Erfolgserlebnis bedeutet und somit das Selbstwertgefühl stärkt.
Durch das benutzen der Feinmotorik, und Auge-Hand-Koordination, stellt es ein gutes Training für die Gehirnhälften dar.

Im Spiel kann die Puppe für alles eingesetzt werden, was probiert werden will oder nacherlebt werden muss, oder angeschaut werden darf.

Requisiten sind die Handlungsträger der Geschichte und geben einen Impuls im Spiel.
Das Tier steht für die spezifischen Instinkte.

Das Kind hat die Möglichkeit im geschützten Raum, seine Lösungen selbst zu entdecken, d. h. es entwickelt selbständig Fähigkeiten sich in seinem Leben zu Recht zu finden.
Der Therapeut bietet keine fertigen Schablonen, sondern gibt Anstöße und Hilfen, die Gefühle, Gedanken und Empfindungen von der inneren Bühne des Kindes, auf eine äußere Bühne im Spiel zu bringen.
Das Kind kann im Wirken und Ausprobieren, mit seinen ihm zur Verfügung stehenden Fähigkeiten, wie der Bildersprache, das Anwenden von Symbolen, und das Gestalten von Puppen und Requisiten, an seiner aktuellen Situation wachsen.

In dieser Therapieform werden unterstützend
der Sonnentest (nach Andreas Iten),
wie Volksmärchen,
das Malen,
aktive Imaginationen,
und Spiele
angewendet.